
Die Innenhöhe des XTool M1 ist ehrlich gesagt ziemlich begrenzt – wenn man höhere Objekte wie Boxen gravieren oder schneiden will, wird es schnell eng. Der Hersteller hat das Problem offenbar auch erkannt und ein offizielles Erhöhungs-Set auf den Markt gebracht. Aber als ich den Preis sah, rund 200 Euro, war ich baff! Bei genauerem Hinsehen: ein simpler Plastikrahmen mit einfacher Konstruktion – aus meiner Sicht niemals diesen Preis wert. Also habe ich es selbst in die Hand genommen: ein eigenes Erhöhungs-Design entworfen und mit dem 3D-Drucker umgesetzt. Günstiger und obendrein richtig befriedigend.

Da der M1 ziemlich groß ist, war es keine Option, einen Erhöhungsrahmen aus einem einzigen Teil zu entwerfen – mein 3D-Drucker könnte das gar nicht drucken. Also habe ich das Design in mehrere kleine Module aufgeteilt, sodass jedes Teil problemlos auf meinem BambuLab A1 Mini gedruckt werden konnte. Nachdem alle Bauteile fertig waren, brauchte ich sie nur noch zusammenzustecken – und schon hatte ich ein Erhöhungsmodul, das perfekt unter den M1 passt.

Der Erhöhungsrahmen hat drei verschiedene Montageschlitze, in die die originale Metallbodenplatte des M1 eingesetzt werden kann. So kannst du je nach gewünschter Höhe den passenden Schlitz wählen. Die Vorderseite habe ich bewusst nicht mit 3D-gedruckten Teilen verschlossen, sondern so gestaltet, dass eine 470×68 mm große und 3 mm dicke, tee-farbene Acrylplatte eingeschoben werden kann. Diese Lösung sorgt nicht nur für eine gewisse Abdichtung, sondern erlaubt dank des halbtransparenten Acryls auch einen Blick ins Innere, um den Betrieb zu beobachten.

Ich habe die Modelldateien auf MakerWorld hochgeladen (DIY low cost riser base for xTool M1). Wenn du also auch eine XTool M1 Lasermaschine benutzt, mehr Höhe brauchst und die offiziellen Zubehörteile für völlig überteuert hältst – warum nicht einfach selbst drucken? Du brauchst etwa 1,3 kg Filament, was ca. 30 RMB (~4 €) kostet, plus eine maßgeschneiderte, halbtransparente Acrylplatte für etwa 20 RMB (~3 €). Unterm Strich sparst du so viel, dass es fast für einen weiteren A1 Mini reicht!


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